Das EFQM Modell 2020

„Frag immer erst: Warum“ ist der Bestseller von Simon Sinek aus dem Jahre 2017. 2020 dürften die Verkaufszahlen des Buches und die Klicks der Youtube Videos noch einmal hochgeschnellt sein. Die EFQM hatte bei der Modellrevision 2019 entschieden, sich vor die „weiße Wand“ zustellen und das EFQM Modell neu zu denken, anstatt am alten Modell Korrekturen vorzunehmen.

Ausrichtung (WHY)
Realisierung (How)
Ergebnisse (What)

Ein schlauer und mutiger Zug zugleich. Das EFQM Modell war schon immer das kompletteste Managementmodell, das auf alle Aspekte des Managements von Organisationen ansprach. Es hat damit zahlreichen Organisationen Orientierung in der Organisationsentwicklung gegeben und zu nachhaltigem Erfolg geführt. Inzwischen schienen Form und Inhalt des Modells jedoch in die Jahre gekommen. Viele innovativ dynamische Organisationen, die sich den Herausforderungen der VUKA Welt aktiv stellen, haben aus dem alten Modell keine Impulse mehr bekommen. Das haben intensive Recherchen unter einer Vielzahl von Anwenderorganisationen ergeben. Die „Entschuldigungen“ über einzelne Mängel im alten Modell (Redundanzen, logische Brüche, Mängel in der deutschen Übersetzung) haben auch nicht mehr ausgereicht. Hinzu kamen die Sorgen über aufgeweichte Standards in der Anwendung des EFQM Modells (vielleicht nur ein deutsches Phänomen?) und umständliche, analoge Dokumentation und Kommunikation in den Assessments. Es galt sowohl einen inhaltlichen wie strukturellen innovativen Sprung mit dem Modell zu machen, als auch die EFQM in einen digitalen Transformationsprozess zu bringen.

Das Kernteam für die Entwicklung des Modells hat sich von alten Mustern verabschiedet, blinde Flecken ermittelt um sich mit dem Willen zu verbinden, etwas Großes, neues zu erschaffen und von der Zukunft her zu denken (getreu der Theorie U von C.Otto Scharmer). Sich dabei an dem Modell des „Golden Circle“ von Simon Sinek zu orientieren, ist gelungen, weil das Modell eine ergreifend einfache Logik hat und die Sinnfrage (Purpose) in den Mittelpunkt stellt.

Welche Akzente setzt das EFQM Modell 2020 aus meiner Sicht:

  • Die Sinnfrage als Einstieg in die Organisationsentwicklung
  • Die Entwicklung einer Organisations- und Führungskultur, die Führung nicht als Status sieht, sondern als Privileg, der Organisation zu dienen
  • Die Organisation als aktiver „Spieler“ im Austausch mit den relevanten Interessengruppen und den Dynamiken des Umfeldes (Ecosystem) um mit herausragenden Leistungen Vorbild zu sein
  • Im Prozess der Leistungserbringung den Fokus auf das Schaffen von nachhaltigen Werten legen und dabei die 17 Sustainable Development Goals der UNO zu Grunde legen
  • Die Leistungserbringung stabil halten und gleichzeitig agil für den permanenten Transformationsprozess ein.

 

Inzwischen ist das neue EFQM Modell ein 2 Jahre auf dem Markt. Die praktischen Erfahrungen beweisen, das neue Modell gibt neue Impulse und es ist gleichzeitig für „Neueinsteiger“ direkt anschlussfähig. Das zeigen mir Selbstbewertungsworkshops mit Führungsteams, die bisher noch keinen Zugang zum EFQM Modell hatten und die sich nach einem Warm-up schnell die Logik eingefunden hatten.

Der Transformationsprozess der EFQM bezieht sich auf alle Felder, so auch auf die Trainingsangebote wie die Assessmentverfahren.

Seit 2018 arbeite ich mit meiner Geschäftspartnerin Heike Mühlbauer unter dem Dach PARTNERS4EXCELLENCE zusammen. Als PARTNERS4EXCELLENCE sind wir:

  • Mitglieder der EFQM
  • Certified Advisor Organisation
  • Certified Training Organisation

und können alle Assessmentverfahren sowie alle aktuell verfügbaren, offiziellen EFQM Trainings anbieten.